Christoph Schmidt-Mårtensson ist Geschäftsführer der CREATE.21st century. Gemeinsam mit Ricardo Bayer, seinem Freund aus Kindergarten Tagen, hat er im Jahr 2000 die Firma gegründet. Als Full-Service eLearning Agentur liefert die CREATE.21st century seit jeher motivierende und individuell angepasste Lernmedien. Mehr darüber erfahren Sie im Interview!

Ihr Slogan „Learning, Design & Development for a better 21st century“ lässt aufhorchen und macht uns neugierig zugleich. Wie sehen Sie die Zukunft des Lernens?

Ricardo: Meiner Meinung nach beginnt die Zukunft JETZT. Wir sehen ein großes Umdenken was das Lernen betrifft, und treiben das auch voran. Wir meinen: Leben lernen; Lernen leben – Leben und Lernen sind eins! Dementsprechend ist es eines der essenziellsten Dinge unseres Daseins, uns mit dem Lernen, dem Weiterentwickeln, dem Über-Sich-Hinauswachsen zu beschäftigen, und das auch weiterzuentwickeln.

Christoph: Es ist natürlich ein bisschen hoch gegriffen: Wir sind dafür da, das 21. Jahrhundert besser zu machen. Wie kann man das nun mit Lernen schaffen? Noch dazu, wenn es sehr stark um Lernen im Unternehmen bzw. im Business-Kontext geht? Wir sagen immer „there is only one.“ Es gibt nur ein Jahrhundert, es gibt nur einen Planeten und es gibt vor allem meistens nur eines von deinem Unternehmen. Deswegen strengen wir uns jetzt gemeinsam an, lieber Kunde und liebe CREATE, dass wir mit Lernen das Leben für deine Lernzielgruppe und für euch alle ein bisschen besser machen. Das ist das, was wir damit meinen.

Ricardo: Paradox wäre, Lernen, und die Art zu Lernen, als abgeschlossen zu betrachten. Denn Lernen an sich bedeutet sich weiterzuentwickeln. Und dementsprechend sollten wir uns sehr wohl darüber Gedanken machen, wie das Lernen in der Zukunft aussehen kann und wird.

Welchen Stellenwert nimmt dabei nachhaltiges Lernen für Sie ein und was verstehen Sie darunter?

Christoph: Das Spannende am nachhaltigen Lernen an sich ist ja Folgendes: Wenn ich anfange zu lernen, dann ist das der Anfang….and it never stops. Schön ist, wenn man das auch noch digital unterstützen möchte. Das ist ein Lernprozess, der nicht vorbei ist, sondern der gerade erst beginnt.

Ricardo: Das ist natürlich ein großer Change. Wir müssen uns vom analogen Betriebssystem verabschieden. In all unseren Köpfen und in unserem Mindset steht der Abschluss im Vordergrund. Der Abschluss der Grundschule, der höheren Schule, der Lehre – das alles hat ein Ende. Und das spüren wir überall. Dazu ein konkretes Beispiel: Ein Professor von der Metropolitan University von Tokyo war bei uns zu Besuch und meinte, das große Problem ist, dass vor allem in Japan Lernen, und die Vergrößerung des eigenen Know-Hows, einen sehr hohen Stellenwert hat. Die Leute lernen so lange, bis sie eine hohe Expertise haben. Aber wenn sie fertig sind, ist dieses Wissen bereits veraltet. Das ist ein gesellschaftliches Problem, gerade dort, wo die Gesellschaft so aufgebaut ist, dass der Ältere immer recht hat. Die Jungen aber haben das Aktuelle, das Notwendige gerade erst erlernt – ein Wissen, das diejenigen, die lange und intensiv gelernt haben, gar nicht besitzen.

Christoph: Dieses „Ich komm aus der Schule raus“, „Ich komm aus dem Studium raus“ oder „Ich komm aus dem Training raus“ impliziert leider immer „Ich bin fertig“. Und auch wenn wir uns hundert Mal sagen „Das Lernen ist ja nicht fertig“, wir müssen einfach anders denken. Damit wir sagen „Hey, ich entwickle mich. Und das kontinuierlich!“

Sie sind im DACH-Raum zu Hause und zählen zu den erfolgreichsten eLearning-Agenturen in Österreich. Nicht zuletzt Ihre zahlreichen Awards zeugen davon. Wie lautet Ihr Erfolgsrezept?

Christoph: Die DACH Region ist unsere Heimat. Wir haben die CREATE in Wien gegründet und machen auch im Heimatmarkt Österreich ein Drittel unseres Umsatzes.

Ricardo: Das sieht man vielleicht am Besten, wenn man in die Vergangenheit schaut. Ganz klar seinen Weg zu gehen und an das zu glauben, woran wir glauben. Früher wurden wir eigentlich nur belächelt: „Die Jungs aus Wien, die lustige Lernwelten machen. Wozu diese Experience?“ Und jetzt schreiben sich das alle auf die Fahnen. Wir müssen immer wieder gegen Widerstände, gegen festgefahrene Mindsets ankämpfen. Das sind wir gewohnt. Es ist ganz klar der Wunsch ganzheitliche Experience, also das Erfahren und Erleben, in alle Facetten des Lebens hineinzubringen. Und vor allem auch ins Lernen.

Freuen Sie sich schon auf die L&Dpro? Was erwarten Sie von dem Expofestival?

Christoph: Mich freut total, dass wir auf der L&Dpro mit einem Thema auftreten rund um unser cBook, dass wir seit vielen Jahren als Produkt anbieten. Das Thema lautet Community Learning. Es denkt den Begriff Social Learning nochmal ein bisschen weiter. Damit ist es uns gelungen, dass Kunden wie BMW oder die Volksbanken mit uns auf unserem Stand sind und erzählen, was deren Experience in den Projekten mit uns war.

Ricardo: Die Teilnahme ist uns ganz wichtig, weil wir solche Bühnen wie die L&Dpro brauchen, um genau diese Botschaften von „Denkt Lernen weiter, besser, erlebbarer“ weitertragen zu können! Wir freuen uns sehr, da dabei sein zu können!

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.