SAP Education war nicht nur als Aussteller der diesjährigen L&Dpro am Start. Wir hatten die Möglichkeit mit Thomas Jenewein, Business Development Manager & Digital Ambassador bei SAP Education, im Blitzinterview über die aktuellen Herausforderungen der Lern- und Arbeitswelt zu sprechen.

Unsere  Lern- und Arbeitswelt verändert sich kontinuierlich und in Zeiten der Industrie 4.0 sind „VUCA-Welt“ und „Künstliche Intelligenz“ mehr als nur Buzzwörter. Wie lässt sich das Lernen im digitalen Zeitalter beschreiben?

Wir sehen, dass die Arbeit flexibler wird, daher muss auch Lernen flexibler werden. De facto bedeutet das, dass agile Ansätze benötigt werden, um der Komplexität und der Geschwindigkeit unserer Arbeitswelt Herr zu werden. Auch für das Lernen sind Autonomie und Handlungsfreiheit  entscheidend. Zwar  reden wir schon lange vom informellen bzw. selbstgesteuertem Lernen, aber jetzt wird es immer wichtiger.

Von zentraler Bedeutung ist auch die Regelmäßigkeit des Lernens. Am konkreten Beispiel von SAP lässt sich beispielsweise sagen, dass wir nicht nur alle zwei Jahre, sondern vier Mal pro Jahr ein neues Software Release haben. Es reicht daher nicht, nur einmal im Jahr auf eine Schulung zu gehen. 

Und nicht nur der Umgang mit neuer Software will gelernt sein. Innovative Technologien beeinflussen unser Lernen in nicht geringerer Art und Weise. Neue Lernmodelle (Mehr dazu im Artikel: How does learning change in the future of work?) setzen  auf Vernetzung,  Schwarmintelligenz,  Co-Innovation, Vernetzung, Performance Support, Hackathons & Labs, Design Thinking, etc.  Das verdeutlicht,  dass das Lernen handlungsorientierter sein muss  und ein neues Mind Set fordert.

Wie schaffen Unternehmen die digitale Transformation. Welche Rolle spielt dabei die Weiterbildung von Mitarbeitern und welche Herausforderungen tun sich auf?

Die Frage, die sich Unternehmen stellen müssen ist: Wo fokussieren wir uns? Dabei müssen sie die eigene digitale Reife oder individuelle Prioritäten berücksichtigen. Ein wichtiger Anker für den Erfolg der digitalen Transformation ist, dass diese voll und ganz als Teil der Unternehmensstrategie- und der Unternehmenskultur – und bloß nicht isoliert – verfolgt wird.

Neue Lernmethoden unterstützen die Transformation. Doch vor allem müssen die Bedürfnisse der Lerner Beachtung finden. Die Challenge bei SAP Education besteht beispielsweise in der Heterogenität der Erwartungen und des Reifegrades: Manche unserer Nutzer bevorzugen es  ganz modern am iPad zu lernen und fragen nach Gamification. Andere wiederum wollen lieber ins Schulungszentrum gehen.

Soll die Transformation gelingen, gilt: Transformieren muss sich jeder. Als erster Schritt ist daher die Selbsterfahrung und Selbstreflexion wichtig, um sich anschließend am Kontext (Kultur, Strategie, Prozesse) auszurichten. Neben neueren Lernansätzen gilt es zudem, Mitarbeiter fit in neuen Technologien, Prozessen & Methoden zu machen, damit sie das „Digitale“ verstehen und entsprechend gestalten können.

Im Interview: Thomas Jenewein

Der studierte Wirtschaftspsychologe ist  Business Development Manager bei SAP Education – der Schulungsorganisation rund um SAP-Produkte  für Kunden, Partner und Mitarbeiter. Ihn beschäftigt die digitale Transformation und er bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Technologie und Personalentwicklung.

Übrigens hat Thomas Jenewein auf der L&Dpro 2019 einen Podcast für seinen Education Newscast aufgenommen. Hier bekommen Zuhörer Updates zu verschiedenen Aspekten von L&D.

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