Mittwoch, 22.Januar, 2020

Die Generation Y hat keinen guten Ruf: Mit Fleiß und Beständigkeit werden junge Mitarbeiter oft nicht assoziiert. Vielmehr wird ihnen vorgeworfen, schwer motivierbar zu sein. Lebenslanges Lernen passt nicht in ein Konzept, in dem Work-Life-Balance eine größere Rolle spielt als Verantwortung – so das Klischee. Mit den richtigen Motivatoren in der Weiterbildung werden aus “lernfaulen Juniors” allerdings schnell eifrige Professionals.

Perspektivenwechsel: Das bietet die Generation Y

Die angesprochenen Klischees sind weit
verbreitet. Ein kleiner Wechsel des Blickwinkels zeigt jedoch, wie viel Mitarbeiter
der Generation Y für Unternehmen zu bieten haben. Drei Kernaspekte sollten
Personalentwickler kennen und für sich nutzen:

  1. Die Generation Y ist mit mit umfassender Vernetzung
    aufgewachsen.
    Als Digital Natives finden sich junge Mitarbeiter im Dschungel von
    Medien und Geräten problemlos zurecht. Außerdem spielen sozialer Austausch
    und viel Feedback eine zentrale Rolle.
  2. Junge Mitarbeiter legen im Berufsleben viel Wert auf
    Sinnhaftigkeit
    : Im Fokus bei der Berufswahl
    stehen oft Aufgaben, die gleichzeitig Freude machen und einen sichtbaren
    Effekt haben. Spaß ist ein wichtiger Motivator, Neues zu lernen (übrigens
    nicht nur für Mittzwanziger, aber dazu später mehr).
  3. Ein Vorteil der Generation Y ist ihre Flexibilität: Unbeständigkeit und ständiger Wandel sowohl im privaten Leben
    als auch im Beruf sind bei jungen Erwachsenen oft schon verinnerlicht. Das
    ist nicht nur negativ: Denn dadurch lassen sich junge Mitarbeiter auch
    leicht für neue Methoden und neues Wissen begeistern.

„Macht eine Arbeit Freude, bietet sie
eine Perspektive und sind die Aufgaben nachvollziehbar – dann ist die
Leistungsbereitschaft der Generation Y extrem hoch“ – so beschrieb Jutta
Rump, Leiterin des Instituts für Beschäftigung und Employability an der
Hochschule Ludwigshafen, in einem Interview zu Vorurteilen über die Generation Y.

Ein geübter
Umgang mit digitalen Medien
, die Freude
an erfüllenden Aufgaben
und eine hohe
Flexibilität
machen die Generation Y zu eine wertvollen Energiezelle für
Unternehmen. Vorausgesetzt, die Sinnhaftigkeit und der Spaß kommen bei der
Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten nicht zu kurz.

Wie Spaß dem Gehirn beim Lernen
hilft

Warum sollten Mitarbeiter unbedingt Spaß beim
Lernen haben? Schließlich könnte man denken: Hauptsache, die Inhalte werden
gelernt und im Sinne des Unternehmens umgesetzt. Diese Einstellung ist heute
noch bei vielen Führungskräften und Personalentwicklern verwurzelt – und
verschwendet in der Praxis schlicht viel Potential. Ein kurzer Exkurs in die
Funktion des menschlichen Gehirns erklärt, warum:

Neues Wissen muss vom Gehirn nicht nur
aufgenommen, sondern auch sinnvoll gespeichert werden. Emotionen spielen dabei eine zentrale Rolle. Wird der Lernprozess
mit negativen Gefühlen wie Langeweile oder Frust assoziiert, werden die Inhalte
nicht im richtigen Hirnareal gespeichert. Wissen ist dann zwar vorhanden, kann
aber nicht flexibel angewendet werden.

Wird
der Lernprozess hingegen mit positiven Gefühlen verbunden, vor allem mit
Neugierde und Spaß, gelingt die Speicherung im Gehirn.

Es entstehen Querverbindungen, die für die praktische Anwendung im Berufsalltag
nötig sind. Ein positives Feeling kann bei jungen und älteren Mitarbeitern
gleichermaßen die Motivation und somit den Lernerfolg erhöhen.

Drei Leitsätze für erfolgreiche
Weiterbildung der Generation Y

Spaß am Lernen ist für alle Altersklassen ein wichtiger Motivator! Die Young Professionals
der Generation Y haben zusätzlich eine Affinität für digitale Medien und
brauchen kurzweilige Aufgaben mit sichtbaren Ergebnissen. Daraus ergeben sich drei Leitsätze, mit denen Sie Weiterbildung
für junge Mitarbeiter motivierend gestalten können:

Regel Nr. 1: Gestalten Sie Lernen
digital!

Klassische Schulungshandbücher auf Papier sind
für die Generation Y reine Motivationsbremsen – und auch im Sinne der Nachhaltigkeit
nicht mehr zeitgemäß. Nutzen Sie stattdessen die Liebe zur digitalen Welt auch
für die Weiterbildung. Mit
E-Learning-Angeboten treffen Sie den Nerv der digitalen Generation
– im
Idealfall optimiert für Mobilgeräte (Stichwort mobile learning).

Laut einer aktuellen Studie
von Telefonica Deutschland
ist das Smartphone für 74% der 18- bis
29-Jährigen die Schaltzentrale des digitalen Alltags: 77% nutzen das
Smartphone, um Wartezeiten zu überbrücken, 71% um sich unterhalten zu lassen. Die intensive Nutzung von Smartphones ist
eine ideale Basis für mobile Lernkonzepte.

Mobilgeräte gehören zum Alltag der meisten „young professionals“ – Nutzen Sie das für Ihre Weiterbildung!

Regel Nr. 2: Gestalten Sie Lernen
multimedial!

Ob Lerninhalte verstanden und langfristig
gespeichert werden hängt nicht nur von der Motivation ab, sondern auch
maßgeblich vom Format. Für einen nachhaltigen Lerneffekt sollten Sie sowohl
visuelle, als auch auditive Möglichkeiten anbieten. Je mehr Sinneskanäle beim Lernen genutzt werden, desto besser.

Nutzen Sie beispielsweise Videos statt Text.
Videos gehören, ebenso wie Mobilgeräte, zum Alltag junger Mitarbeiter: Laut ARD/ZDF-Onlinestudie (2019) nutzen über 80%
der 14- bis 29-jährigen mindestens einmal wöchentlich Videoportale. Bieten Sie
deshalb für die Generation Y auch in der Weiterbildung Videos an: Schulungsvideos können komplexe Inhalte
anschaulich vermitteln und bieten gleichzeitig einen hohen Unterhaltungsfaktor.

Für ein möglichst abwechslungsreiches
Lernangebot sollten Sie außerdem eine Mischung aus verschiedenen Medien und
Formaten anstreben: Ein Online-Kurs, der sowohl Texte, als auch Videos oder
Schaubilder enthält, motiviert junge Mitarbeiter zur Beschäftigung mit den
Lerninhalten.

Regel Nr. 3: Gestalten Sie lernen
spielerisch!

Um jungen Mitarbeitern den Spaß-Faktor in der
Weiterbildung zu bieten, nutzen Sie zusätzlich das Konzept “Gamification”: Dabei wird Lernmotivation durch den natürlichen
Spieltrieb erzeugt.
Diesen Spaß am Spielen haben nicht nur Kinder, sondern
Menschen aller Altersstufen. Bei der Generation Y, die sowohl mit Brettspielen
als auch mit Computerspielen aufgewachsen ist, ist diese Art des Lernens
besonders wirkungsvoll.

Spielerisches Lernen kann auf vielen Wegen
erreicht werden: Interaktive Elemente wie ein Quiz wirken ebenso motivierend
wie eine Fortschrittsanzeige (“x% erledigt!”). Auch Belohnungen in Form von
Zertifikaten oder Bonus-Inhalten reizen junge Mitarbeiter zur Weiterarbeit.
Schließlich ist Ihr Ziel, Ihre Mitarbeiter nicht nur zu passiven Lernenden zu
machen, sondern zu aktiven Teilnehmern, die sinnvolle und sichtbare Ergebnisse erreichen.

Spaß motiviert alle Beteiligten
in der Weiterbildung

Young Professionals aus der Generation Y
lassen sich besonders gut über den Spaß-Faktor motivieren. Aber auch
Personalentwickler und Trainer lassen sich über Freude motivieren, wenn auch
mit anderen Elementen.

Damit
auch die Inhaltsersteller Spaß am Online-Lernen haben, ist folgendes besonders
wichtig:

  • Zuverlässige Technik und guter Support
  • Kreative Freiheit für die Erstellung multimedialer Lerninhalte
  • Eine gute Zusammenarbeit sowohl mit Führungskräften als auch mit Lernenden

Spaß in
der Praxis
: Wie hervorragend E-Learning nach den drei
genannten Regeln bei jungen Mitarbeitern und Kurserstellern funktioniert, zeigt
beispielsweise das Unternehmen SNIPES mit dem “Campus” von blink.it: Mit vielen
Videos, freiwilligen Bonus-Kursen und einer guten Portion Entertainment hat der
Streetware-Riese eine erfolgreiche Lernplattform für seinen jungen
Mitarbeiterstamm erstellt. Einen Einblick in diese Plattform bekommen Sie hier im Interview mit SNIPES.

Wenn
auch Sie für Ihre Mitarbeiter ein E-Learning anbieten möchten, das mit Spaß und
Motivation zum Lernerfolg führt, ist blink.it auch für Sie die richtige Lösung.
Mehr Informationen und die kostenlose Demo finden Sie unter
www.blink.it.

Laura Evers ist seit 2018 Content Managerin und Redakteurin für die Schwerpunkte E-Learning und Blended Learning bei blink.it. Unter dem Leitsatz “Nur wenn du etwas gern tust, wird es wirklich gut!” beschäftigt sie sich vor allem mit Themen wie neuen Lernkonzepten, Motivation und Gamification in der Erwachsenenbildung.