Die Generation Y hat keinen guten Ruf: Mit Fleiß und Beständigkeit werden junge Mitarbeiter oft nicht assoziiert. Vielmehr wird ihnen vorgeworfen, schwer motivierbar zu sein. Lebenslanges Lernen passt nicht in ein Konzept, in dem Work-Life-Balance eine größere Rolle spielt als Verantwortung – so das Klischee. Mit den richtigen Motivatoren in der Weiterbildung werden aus “lernfaulen Juniors” allerdings schnell eifrige Professionals.

Perspektivenwechsel: Das bietet die Generation Y

Die angesprochenen Klischees sind weit verbreitet. Ein kleiner Wechsel des Blickwinkels zeigt jedoch, wie viel Mitarbeiter der Generation Y für Unternehmen zu bieten haben. Drei Kernaspekte sollten Personalentwickler kennen und für sich nutzen:

  1. Die Generation Y ist mit mit umfassender Vernetzung aufgewachsen. Als Digital Natives finden sich junge Mitarbeiter im Dschungel von Medien und Geräten problemlos zurecht. Außerdem spielen sozialer Austausch und viel Feedback eine zentrale Rolle.
  2. Junge Mitarbeiter legen im Berufsleben viel Wert auf Sinnhaftigkeit: Im Fokus bei der Berufswahl stehen oft Aufgaben, die gleichzeitig Freude machen und einen sichtbaren Effekt haben. Spaß ist ein wichtiger Motivator, Neues zu lernen (übrigens nicht nur für Mittzwanziger, aber dazu später mehr).
  3. Ein Vorteil der Generation Y ist ihre Flexibilität: Unbeständigkeit und ständiger Wandel sowohl im privaten Leben als auch im Beruf sind bei jungen Erwachsenen oft schon verinnerlicht. Das ist nicht nur negativ: Denn dadurch lassen sich junge Mitarbeiter auch leicht für neue Methoden und neues Wissen begeistern.

„Macht eine Arbeit Freude, bietet sie eine Perspektive und sind die Aufgaben nachvollziehbar – dann ist die Leistungsbereitschaft der Generation Y extrem hoch“ – so beschrieb Jutta Rump, Leiterin des Instituts für Beschäftigung und Employability an der Hochschule Ludwigshafen, in einem Interview zu Vorurteilen über die Generation Y.

Ein geübter Umgang mit digitalen Medien, die Freude an erfüllenden Aufgaben und eine hohe Flexibilität machen die Generation Y zu eine wertvollen Energiezelle für Unternehmen. Vorausgesetzt, die Sinnhaftigkeit und der Spaß kommen bei der Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten nicht zu kurz.

Wie Spaß dem Gehirn beim Lernen hilft

Warum sollten Mitarbeiter unbedingt Spaß beim Lernen haben? Schließlich könnte man denken: Hauptsache, die Inhalte werden gelernt und im Sinne des Unternehmens umgesetzt. Diese Einstellung ist heute noch bei vielen Führungskräften und Personalentwicklern verwurzelt – und verschwendet in der Praxis schlicht viel Potential. Ein kurzer Exkurs in die Funktion des menschlichen Gehirns erklärt, warum:

Neues Wissen muss vom Gehirn nicht nur aufgenommen, sondern auch sinnvoll gespeichert werden. Emotionen spielen dabei eine zentrale Rolle. Wird der Lernprozess mit negativen Gefühlen wie Langeweile oder Frust assoziiert, werden die Inhalte nicht im richtigen Hirnareal gespeichert. Wissen ist dann zwar vorhanden, kann aber nicht flexibel angewendet werden.

Wird der Lernprozess hingegen mit positiven Gefühlen verbunden, vor allem mit Neugierde und Spaß, gelingt die Speicherung im Gehirn. Es entstehen Querverbindungen, die für die praktische Anwendung im Berufsalltag nötig sind. Ein positives Feeling kann bei jungen und älteren Mitarbeitern gleichermaßen die Motivation und somit den Lernerfolg erhöhen.

Drei Leitsätze für erfolgreiche Weiterbildung der Generation Y

Spaß am Lernen ist für alle Altersklassen ein wichtiger Motivator! Die Young Professionals der Generation Y haben zusätzlich eine Affinität für digitale Medien und brauchen kurzweilige Aufgaben mit sichtbaren Ergebnissen. Daraus ergeben sich drei Leitsätze, mit denen Sie Weiterbildung für junge Mitarbeiter motivierend gestalten können:

Regel Nr. 1: Gestalten Sie Lernen digital!

Klassische Schulungshandbücher auf Papier sind für die Generation Y reine Motivationsbremsen – und auch im Sinne der Nachhaltigkeit nicht mehr zeitgemäß. Nutzen Sie stattdessen die Liebe zur digitalen Welt auch für die Weiterbildung. Mit E-Learning-Angeboten treffen Sie den Nerv der digitalen Generation – im Idealfall optimiert für Mobilgeräte (Stichwort mobile learning).

Laut einer aktuellen Studie von Telefonica Deutschland ist das Smartphone für 74% der 18- bis 29-Jährigen die Schaltzentrale des digitalen Alltags: 77% nutzen das Smartphone, um Wartezeiten zu überbrücken, 71% um sich unterhalten zu lassen. Die intensive Nutzung von Smartphones ist eine ideale Basis für mobile Lernkonzepte.

Mobilgeräte gehören zum Alltag der meisten „young professionals“ – Nutzen Sie das für Ihre Weiterbildung!

Regel Nr. 2: Gestalten Sie Lernen multimedial!

Ob Lerninhalte verstanden und langfristig gespeichert werden hängt nicht nur von der Motivation ab, sondern auch maßgeblich vom Format. Für einen nachhaltigen Lerneffekt sollten Sie sowohl visuelle, als auch auditive Möglichkeiten anbieten. Je mehr Sinneskanäle beim Lernen genutzt werden, desto besser.

Nutzen Sie beispielsweise Videos statt Text. Videos gehören, ebenso wie Mobilgeräte, zum Alltag junger Mitarbeiter: Laut ARD/ZDF-Onlinestudie (2019) nutzen über 80% der 14- bis 29-jährigen mindestens einmal wöchentlich Videoportale. Bieten Sie deshalb für die Generation Y auch in der Weiterbildung Videos an: Schulungsvideos können komplexe Inhalte anschaulich vermitteln und bieten gleichzeitig einen hohen Unterhaltungsfaktor.

Für ein möglichst abwechslungsreiches Lernangebot sollten Sie außerdem eine Mischung aus verschiedenen Medien und Formaten anstreben: Ein Online-Kurs, der sowohl Texte, als auch Videos oder Schaubilder enthält, motiviert junge Mitarbeiter zur Beschäftigung mit den Lerninhalten.

Regel Nr. 3: Gestalten Sie lernen spielerisch!

Um jungen Mitarbeitern den Spaß-Faktor in der Weiterbildung zu bieten, nutzen Sie zusätzlich das Konzept “Gamification”: Dabei wird Lernmotivation durch den natürlichen Spieltrieb erzeugt. Diesen Spaß am Spielen haben nicht nur Kinder, sondern Menschen aller Altersstufen. Bei der Generation Y, die sowohl mit Brettspielen als auch mit Computerspielen aufgewachsen ist, ist diese Art des Lernens besonders wirkungsvoll.

Spielerisches Lernen kann auf vielen Wegen erreicht werden: Interaktive Elemente wie ein Quiz wirken ebenso motivierend wie eine Fortschrittsanzeige (“x% erledigt!”). Auch Belohnungen in Form von Zertifikaten oder Bonus-Inhalten reizen junge Mitarbeiter zur Weiterarbeit. Schließlich ist Ihr Ziel, Ihre Mitarbeiter nicht nur zu passiven Lernenden zu machen, sondern zu aktiven Teilnehmern, die sinnvolle und sichtbare Ergebnisse erreichen.

Spaß motiviert alle Beteiligten in der Weiterbildung

Young Professionals aus der Generation Y lassen sich besonders gut über den Spaß-Faktor motivieren. Aber auch Personalentwickler und Trainer lassen sich über Freude motivieren, wenn auch mit anderen Elementen.

Damit auch die Inhaltsersteller Spaß am Online-Lernen haben, ist folgendes besonders wichtig:

  • Zuverlässige Technik und guter Support
  • Kreative Freiheit für die Erstellung multimedialer Lerninhalte
  • Eine gute Zusammenarbeit sowohl mit Führungskräften als auch mit Lernenden

Spaß in der Praxis: Wie hervorragend E-Learning nach den drei genannten Regeln bei jungen Mitarbeitern und Kurserstellern funktioniert, zeigt beispielsweise das Unternehmen SNIPES mit dem “Campus” von blink.it: Mit vielen Videos, freiwilligen Bonus-Kursen und einer guten Portion Entertainment hat der Streetware-Riese eine erfolgreiche Lernplattform für seinen jungen Mitarbeiterstamm erstellt. Einen Einblick in diese Plattform bekommen Sie hier im Interview mit SNIPES.

Wenn auch Sie für Ihre Mitarbeiter ein E-Learning anbieten möchten, das mit Spaß und Motivation zum Lernerfolg führt, ist blink.it auch für Sie die richtige Lösung. Mehr Informationen und die kostenlose Demo finden Sie unter www.blink.it.

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