Today is a good day to start new habits

Titelbild_Gastbeitrag von GoodHabitz Germany GmbH zum Thema Kommunikation als wichtige Sozialkompetenz auf dem Blog der L&Dpro
Foto: GoodHabitz

Wir müssen reden.

Oh je, was kommt jetzt? Das klingt nach Ärger. Wirst du nervös und erwartest schlechte Nachrichten? Kein Wunder, denn viele schwierige Gespräche beginnen so: in der Beziehung, wenn dein Partner ein ernstes Wörtchen mit dir reden muss oder beruflich, wenn der Chef mit deiner Leistung unzufrieden ist …

Auch wenn dieser Satz in der Regel negative Assoziationen weckt, spricht er im Kern eine wichtige menschliche Fähigkeit an: klärende Gespräche zu führen. Wir schaffen damit Probleme aus der Welt und stärken unsere sozialen Kompetenzen – privat wie beruflich.

Und deswegen wollen wir mit dir reden. Weil wir davon überzeugt sind, dass soziale Kompetenzen die Zukunft sind.

Lange Zeit führten soziale Kompetenzen und Soft Skills ein Schattendasein. Es kam in vielen Berufen nur auf Fakten, Kraft und Wissen an. Allerdings zeigt sich bereits seit einigen Jahrzehnten, dass genau diese drei Punkte auch die Stärken von Computern und Robotern sind. Jeder Computer kann mehr Informationen speichern, als wir in einem ganzen Leben abrufen können. Und Maschinen verfügen über Kräfte, von denen wir nur träumen können. Maschinen und Computer erleichtern uns den Arbeitsalltag, allerdings verändern Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz auch die Arbeitsplätze der meisten Menschen – diese Entwicklungen erleben wir alle mit, sie werden aber gleichzeitig immer schneller vorangetrieben. Schließlich gelten Maschinen als robuster und günstiger. Arbeitgebern muss aber auch klar sein, dass Maschinen nicht alles können. Bei zwischenmenschlichen Kompetenzen und Soft Skills versagen sie sogar regelrecht – und genau hier bietet für sich alle Arbeitnehmer eine große Chance.

 

Es menschelt.

Lebenslange Beschäftigungsfähigkeit – ein Begriff, der mehr denn je genutzt wird, um zu unterstreichen, dass sich Arbeitnehmer an veränderte Situationen und Strukturen anpassen müssen, um bis zur Rente erwerbsfähig zu sein. Wenn aber immer mehr Maschinen und Computer die eigene Arbeit übernehmen, wohin soll man sich da entwickeln? Ganz klar: in Richtung Soft Skills. Zwischenmenschliche Kompetenzen werden überall und in jedem Beruf benötigt, und sind ein Bereich, der von Maschinen nicht abgedeckt wird oder werden kann. Der Computer spuckt dir zum zehnten Mal eine kryptische Fehlermeldung aus – daran bist du zwar gewohnt, aber konstruktiv ist das nicht gerade. Mitarbeiter und Vorgesetzte, die Wert auf zwischenmenschliche Aspekte wie einer Feedbackkultur, Kommunikation auf Augenhöhe oder Achtsamkeit legen, sind dagegen lebenslang beschäftigungsfähig. Vielleicht erklärt dir zum Beispiel dein netter Kollege, welche Tasten du drücken musst, damit sich dein Computer so verhält, wie du es möchtest. Und schenkt dir obendrauf noch ein Lächeln. Denn auch wenn es an der Arbeit um Zahlen, Fakten und Geschäfte geht, sind wir alle Menschen, denen eine persönliche Note gut tut.

 

Lebensqualität.

Soft Skills. Das klingt unverbindlich und schwammig. Tatsächlich lassen sie sich und die Themen, die sie umfassen, oft schwer greifen. Das aber macht Soft Skills nicht weniger wertvoll, sondern im Gegenteil sogar wichtiger! Denn: Soziale Kompetenzen verknüpfen Privatleben und Berufsalltag. Selbst wenn du jemand bist, der nach Feierabend nicht mehr an seine Arbeit denkt, deine Sozialkompetenzen nimmst du dennoch mit nach Hause. Wer seinen Mitarbeitern konstruktives Feedback gibt, führt sicherlich auch daheim mit der Familie bessere, lösungsorientiertere Gespräche. Soft Skills verknüpfen Beruf und Privatleben. Wer an seinen sozialen Kompetenzen arbeitet, lernt also fürs ganze Leben.

 

Du, hör mal …

Soft Skills werden oft auf das Thema Kommunikation heruntergebrochen. Sie umfassen zwar natürlich auch die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, dennoch ist Kommunikation ein wichtiger Bestandteil. Warum? Nun, um es schlicht auszudrücken: Alles ist Kommunikation. Selbst einfache Gespräche verlangen ein Mindestmaß an soliden Kommunikationsfähigkeiten. Und je komplexer die Gesprächsthemen werden, umso mehr helfen jedem von uns fundierte Fähigkeiten. Mit guten Kommunikationsfähigkeiten können wir schnell hitzige Diskussionen etwas herunterkühlen, andere von unseren Ideen und Vorstellungen überzeugen, deeskalierend wirken, unsere Empathie ausdrücken oder auch den eher ungeliebten Small Talk angenehm gestalten. Wir kommunizieren viel mehr, als uns bewusst ist, auch wenn wir nichts sagen. Durch unsere Körpersprache, Gestik und Mimik geben wir unserer Umwelt viel mehr Informationen als durch Worte allein. Wer gut kommunizieren kann, präsentiert sich selbst anders und ist sich seiner Wirkung auf andere bewusst.

 

Neues Zeitalter

Millennials, also Menschen, die zwischen 1981 und 1996 geboren wurden, gelten als idealistisch, verträumt und nicht besonders fleißig. Gleichzeitig drängt diese Altersgruppe immer mehr auf den Arbeitsmarkt und bestimmt ihn in vielen Teilen schon jetzt massiv. Millennials verfolgen vielleicht nicht immer die gleichen Ideale wie frühere Generationen, legen weniger Wert auf den dicken Firmenwagen und möchten dafür lieber mehr Freizeit, haben gegenüber älteren Generationen aber bezüglich Digitalisierung einen entscheidenden Vorteil: Sie sind mit Gadgets wie Computern, Internet, Handys oder Smartphones, Tablets, Spielekonsolen usw. aufgewachsen. Die Bedienung und Nutzung von Maschinen, Robotern und Computern fällt ihnen daher oft sehr leicht. Wo ältere Kollegen noch überlegen, sich einen Facebook-Account anzulegen, sind Millennials bereits in der Virtual Reality unterwegs …

Aufgrund ihrer Technikaffinität hören Millennials oft, ihre Sozialkompetenzen kämen zu kurz. Wer schließlich den ganzen Tag nur mit dem Kopf überm Handy hängt, bekommt ja gar nichts mit von der Welt um sich herum. Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Soft Skills sind generationsübergreifend ein wichtiger Baustein für lebenslanges Lernen. Selbst wenn jüngere Generationen besser mit Computern umgehen können, benötigen sie genau wie alle anderen auch solide Kommunikationskompetenzen und Soft Skills, um nachhaltig beschäftigungsfähig zu bleiben.

 

  • Du siehst: Wir haben Gesprächsbedarf. Und müssen miteinander reden. Dringend. Und zwar auf der L&D Pro Online Konferenz am 17.6.2020 um 09:45 Uhr. Zur Anmeldung geht’s hier: https://t1p.de/56vz

 

Autorenfoto Liselotte Vera Schwenke auf dem Blog der L&Dpro
Vera Schwenke
Instructional Designer & Copywriter bei
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