Aus der Praxis: Mobile Learning bei Philips – Mehr als nur digitales Lernen

Titelbild zu Gastbeitrag von Heike Blanke von Lemon Systems GmbH zum Thema Mobile Learning
Titelbild: Lemon Systems GmbH

Die betriebliche Fort- und Weiterbildung steckt dank Digitalisierung seit einigen Jahren in einem Veränderungsprozess. Und spätestens, seitdem Präsenzschulungen aufgrund der aktuellen Situation nicht mehr ohne Weiteres möglich sind und die Mitarbeiter im Home Office arbeiten, setzen Unternehmen vermehrt auf digitale Schulungsangebote. In diesem Zusammenhang rückte auch der Begriff Mobile Learning immer stärker in den Vordergrund. Mobiles Lernen erfreut sich inzwischen immer größerer Beliebtheit, bietet es den Unternehmen doch den Vorteil, auch Mitarbeiter ohne festen Arbeitsplatz die benötigten Schulungsunterlagen immer und überall bereitstellen zu können. So, wie schon beim klassischen E-Learning über den PC, können häufig auch in mobilen Anwendungen Tests und verbindliche Zertifizierungen durchgeführt werden, die den Lernerfolg der Nutzer belegen. Ebenso ermöglichen moderne Systeme die Bereitstellung aller gängigen Inhaltsformate, wie zum Beispiel Videos, Audiodateien oder auch die im E-Learning häufig genutzten Web Based Trainings.

Beim Mobile Learning geht es allerdings längst nicht mehr nur darum, Lerninhalte bereitzustellen und durch Tests abzufragen. Vielmehr hat sich Mobile Learning in den vergangenen Jahren zu einer Kombination aus E-Learning, Corporate Knowhow-Transfer und Kommunikation auf mobilen Endgeräten entwickelt. Das Praxisbeispiel der Philips GmbH zeigt, wie Mobile Learning nicht allein für die Schulung der Mitarbeiter, sondern auch im Sales Support im Gespräch mit Kunden oder in Vorbereitung hierauf genutzt werden kann.

Mobile Learning ist mehr als nur Weiterbildung.

Die Ausgangssituation

Philips Market DACH vertreibt seine Produkte aus dem Bereich Personal Health (Elektro-Hausgeräte) in zahlreichen Elektronikmärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Um Philips-Kunden optimal beraten zu können und damit die Verkaufszahlen der Produkte zu steigern, sieht sich Philips vor der Herausforderung, seine internen Vertriebsmitarbeiter, Partneragenturen sowie Fachberater auf den Verkaufsflächen der Elektronikmärkte nachhaltig zu schulen und ihnen alle Produkt- und Verkaufsinformationen zur Verfügung zu stellen, die für Verkaufsgespräche benötigt werden. Besonders die Fachberater in den Elektronikmärkten haben selten Desktop-Arbeitsplätze, über die sie klassische (browserbasierte) E-Learnings absolvieren können. Gleiches gilt für Vertriebsmitarbeiter, die oft auf Geschäftsreise sind oder bei Kunden vor Ort.

Philips sieht sich also vor der Herausforderung, seine internen Vertriebsmitarbeiter, Trainer, Partneragenturen sowie die externen Fachberater und den Fachhandel nachhaltig zu schulen und ihnen immer und überall alle Produktinformationen zur Verfügung zu stellen, die für und während Verkaufsgesprächen benötigt werden.

Die Lösung: Schulungen und Knowhow-Transfer in einem System – mobil, on demand, intuitiv und motivierend

Philips schult alle Zielgruppen über eine Mobile Learning Lösung und stellt ihnen alle benötigten Informationen zeitnah, online und offline, zur Verfügung. Schulungen können von den Verkäufern direkt auf den Flächen absolviert, bereitgestellte Informationen in den Verkaufsgesprächen genutzt werden. Gerade in den großen Einzelhandelsunternehmen ist eine stabile Internetverbindung oftmals eine große Herausforderung, daher stehen die Inhalte auch offline zur Verfügung. Der Sales Support zur Steigerung der Effizienz und damit auch der Verkaufszahlen steht für Philips also im Fokus. Im gleichen Zuge wird die klassische, interne Schulung der eigenen Philips-Sales-Mitarbeiter, der Trainer und der Fachberater ermöglicht, denen auch aktuellste Arbeitsdokumente zur Verfügung gestellt werden.

Letztlich steigert eine interessante und innovative Gestaltung und die Bereitstellung der Inhalte in einer Lernapp die Motivation der Lernenden. Ein Incentivierungsprogramm mit Punkten und Statuslevel unterstützt diese Steigerung und bietet einen weiteren Lernanreiz für die Nutzer.

Das kann Philips’ MySalesIQ App

Philips stellt seinen Verkäufern und Vertriebsmitarbeitern alle relevanten Produkt- und Verkaufsinformationen mobil in einer App zur Verfügung. Bereitgestellt werden die unterschiedlichsten Dateiformate, von PDFs über Video, Audio und Bilder bis hin zu HTML-Dokumenten, WBTs und Formularen. In einem News-Bereich erhalten die Nutzer zudem Nachrichten und Aktualisierungen aus der Philips-Welt. All diese Inhalte stehen in nativen Apps auf allen mobilen Endgeräten (iOS und Android) zur Verfügung, können aber auch über eine identische Browserversion für den PC aufgerufen werden. Die Lerner haben somit das gesamte Wissen immer auf ihren Smartphones oder Tablets bei sich und können sich selbstbestimmt mit den Inhalten befassen. Besonders wichtige Inhalte oder News können per Push Benachrichtigung vom Admin hervorgehoben werden und führen die Lerner direkt zum angekündigten Inhalt.

In freiwilligen Wissenstests und abschließenden Zertifizierungen zu digitalen Kursen überprüfen und festigen die Lerner ihr Wissen und haben dadurch die Möglichkeit, Wissenslücken zu erkennen und sie durch den erneuten Konsum der Lerninhalte zu schließen. Die Bereitstellung der Inhalte in einem vorgegebenen Lernpfad mit aufeinander aufbauenden Inhalten stellt sicher, dass benötigtes Vorwissen aus vorangegangenen Inhalten vorhanden ist.

Trotz der Dezentralität gehören auch Präsenztrainings zum Konzept von Philips. Hierfür wurde ein Seminarmanagementtool entwickelt und integriert, über das die Nutzer freiwillige und Pflichtseminare anfragen und buchen können. Freigaben und Teilnahmebestätigungen werden durch den Administrator oder Trainer administriert und Teilnahmen können beispielsweise mit Punkten belohnt werden. Aber auch die Buchung von Online-Veranstaltungen, die inzwischen zur Normalität gehören und deren Bedarf durch Corona weiter gestärkt wurde, ermöglicht das Seminartool. Die genutzte Videoplattform kann selbstverständlich via Link direkt in der App hinterlegt und aufgerufen werden. Philips ist es besonders wichtig, nach dem Blended Learning Ansatz im Training zu agieren.

Spaß bringt Motivation

Einen zusätzlichen Anreiz, sich mit den Inhalten und Nachrichten zu beschäftigen, schafft das Incentivierungsprogramm in Form von Punkten und Statuslevel. Für unterschiedliche Aktionen in der MySalesIQ App oder durch eine manuelle Buchung durch den Administrator erhält der Lernende eine fest definierte Anzahl an Punkten, die auf dem eigenen Punktekonto gesammelt und in einen Status umgewandelt werden. Diesen Status müssen die Lernenden aufrecht erhalten oder verbessern, indem sie weitere Inhalte konsumieren, Tests abschließen oder Feedbacks einreichen. Das stellt die stete Nutzung der App und somit aktive Auseinandersetzung mit den Lerninhalten sicher.

Vertriebliche Analysen und didaktische Optimierungen

Auch das Thema Reporting gehört für Philips zum Mobile Learning dazu. Ein individualisiertes Reporting liefert den berechtigten Administratoren daher Ergebnisse zu beispielsweise den am häufigsten bearbeiteten Inhalten, Lehrgängen und Zahlen der Märkte. Diese Inhalte können für vertriebliche Analysen als auch didaktische Optimierungen perfekt genutzt werden.

Fazit

Mit seinem mobilen Lernsystem bewältigt Philips die Herausforderung, Mitarbeiter und Partner orts- und zeitunabhängig zu schulen und kombiniert dabei klassisches E-Learning mit On-Demand-Wissensmanagement. Über die App wird nicht nur gelernt, sondern auch Knowhow bereitstellt, das jederzeit mobil abrufbar ist. Zudem erhalten alle Vertriebsmitarbeiter und Verkäufer Updates aus der Firmenzentrale und können damit die Bindung zum Unternehmen festigen. Die Interaktion über Push Notifications, die von den Administratoren verschickt werden, ermöglicht auch den Aufbau einer Verbindung zum Verkäufer. Dabei stößt das System auf viel positives Feedback – sowohl von den eigenen Mitarbeitern und Fachberatern, die tagtäglich mit dem System arbeiten, als auch von Außenstehenden, mit einem eLearning Award 2020 und einem Gold Stevie 2020.

Das Philips-Beispiel zeigt damit eindrucksvoll, wie Mobile Learning für viele unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden kann und sich in den vergangenen Jahren zu einem umfassenden Mehrzweck-Tool entwickelt hat.

Über Lemon Systems

Die Lemon Systems GmbH mit Sitz in Hamburg wurde 2016 von Björn Carstensen und Kay Mathiesen gegründet. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung des Mobile Learning und Knowledge Management Systems Lemon® spezialisiert und macht digitale Lern- und Wissensinhalte in allen Sprachen und auf allen Geräten erlebbar. Mit Lemon® vereint das Unternehmen die drei Bereiche E-Learning, Corporate Knowhow-Distribution und interne Kommunikation für Teams und Mitarbeiter in einem mobilen System. Für seine Arbeit wurde Lemon Systems bereits mit zahlreichen Awards ausgezeichnet, unter anderem dem Digital Communication Award 2019, einem Gold Stevie 2020 und mehreren eLearning Awards.

Autorenfoto von Heike Blanke_LemonSystems
Heike Blanke
Vertriebsleiterin bei | + posts

Heike Blanke ist Vertriebsleiterin bei Lemon Systems GmbH. Ihre Expertise in Corporate Publishing Marketing, klassischem Verlagsvertrieb und Employer-Branding-Entwicklungen in großen Verlagen und Medienhäusern machen die erfahrene Personal- und Mediaberaterin zu einem ausgezeichneten Partner für mobile E-Learning-Lösungen. Bei dem Angebot zur Mitentwicklung des zukunftsorientierten Mobile Learning Systems Lemon® zögerte sie keine Sekunde.

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Heike Blanke

Heike Blanke ist Vertriebsleiterin bei Lemon Systems GmbH. Ihre Expertise in Corporate Publishing Marketing, klassischem Verlagsvertrieb und Employer-Branding-Entwicklungen in großen Verlagen und Medienhäusern machen die erfahrene Personal- und Mediaberaterin zu einem ausgezeichneten Partner für mobile E-Learning-Lösungen. Bei dem Angebot zur Mitentwicklung des zukunftsorientierten Mobile Learning Systems Lemon® zögerte sie keine Sekunde.

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